EKD-Ratsvorsitzende Fehrs: Mit Hoffnung auf das neue Jahr blicken

EKD-Ratsvorsitzende Fehrs: Mit Hoffnung auf das neue Jahr blicken
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Fehrs, hat zu Jahresbeginn für einen positiven Blick in die Zukunft geworben.

Dresden (epd). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat zum Jahresbeginn zur Zuversicht aufgerufen. Es gehe darum, mit einem anderen Blick, „mit neuen Augen“, auf die Welt zu schauen, sagte die Hamburger Bischöfin am Donnerstag im ZDF-Neujahrsgottesdienst in der Dresdner Frauenkirche: „Unsere Welt wird heller, wenn wir den alltäglichen Abfälligkeiten unsere Mitmenschlichkeit entgegenhalten.“

Fehrs sagte unter Verweis auf die biblische Jahreslosung für 2026, „Siehe, ich mache alles neu“ (Offenbarung 21,5): „Die Spuren des Guten sind doch längst in den Ritzen der Welt zu sehen! Und das Unmögliche wird möglich“. Als Beispiel nannte sie die vor 20 wieder aufgebaute Dresdner Frauenkirche: „Es gibt diese wunderbare Frauenkirche, weil Menschen an ein gutes Ende geglaubt haben - wider allen Augenschein.“ Jahrzehntelang sei die Kirche ein Trümmerhaufen mitten in Dresden gewesen, „eine Wunde, ein Mahnmal gegen den Krieg“.

Geschichten der Hoffnung

Fehrs betonte, die Jahreslosung trage durch krisenhafte Zeiten und öffne die Augen für Geschichten der Hoffnung. „Als der Text vor knapp 2.000 Jahren entstand, litten Christen und Christinnen unter furchtbarer Verfolgung.“ Damals hätten die Menschen Hoffnung darin gefunden, „dass Gott die Welt geschaffen hat als einen friedlichen Ort mit liebesfähigen und klugen Menschen“, wie es in der Schöpfungsgeschichte zu Beginn der Bibel zum Ausdruck komme: „Weil es diesen guten Anfang gibt, wird es ein gutes Ende geben“, sagte die Bischöfin. Dies sollten sich die Menschen „trotz all der Angst und Gewalt“ zu Herzen nehmen.