München (epd). Der bayerische Landesbischof Christian Kopp hat in seiner Neujahrspredigt an die Macht der Erneuerung erinnert. In der evangelischen Matthäuskirche in München sagte er am Donnerstag laut Manuskript, dass der christliche Glaube ein Glaube an die Erneuerung, an das „Refreshment“ sei, dass es immer einen Anfang gebe. „Überall lauern Wege und Lösungen. Menschen leben nach vorn, in die Zukunft. Die entscheidende Frage ist immer, wofür stehe ich heute auf? Wofür mache ich etwas?“ Jeder Tage biete viele Chancen.
Das neue Jahr habe gerade angefangen und sei mit vielen Wünschen vollgepackt, sagte Kopp. „Gesundheit für den lieben Menschen, den das vergangene Jahr so gefordert hat. Frieden, endlich Frieden in der Ukraine und ein Ende mit dem Töten und Bombenwerfen. Und Schluss mit dem ewigen Hetzen und Aufhetzen und Auf-die-anderen-Zeigen. Du. Du bist schuld. Schluss damit.“ Die Welt brauche „Neu-Macher“ - aus Liebe, Anstand oder Klugheit. „Denn Schmutzfinken aller Art erleben unser Land und die Welt gerade zu viele“, sagte Kopp.
Politik brauche ein Klima, brauche Räume, wo Menschen sich zeigen dürften, mit allem, wie sie seien, sagte der Bischof. „Wo sie reden dürfen. Und andere hören ihnen zu.“ Ohne Hören habe das Neue keine Chance. Kirchen seien gute Zuhör-Orte. „Kirche muss und wird immer ein Ort für den offenen Dialog der Menschen sein.“


