Berlin (epd). Angesichts steigender CO2-Preise fordert der Sozialverband VdK eine gezielte Entlastung von Geringverdienern. „Während Haushalte mit höheren Einkommen die steigenden CO2-Preise vergleichsweise leichter tragen oder durch Umstieg auf klimafreundliche Alternativen kompensieren können, trifft die Belastung kleine Einkommen deutlich härter“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Dienstag. Menschen mit geringen finanziellen Ressourcen verfügten häufig nicht über die nötigen Mittel, um beispielsweise auf ein E-Auto umzusteigen.
Nötig sei ein „sozial gerechtes Klimapaket“, betonte Bentele. Dazu gehöre die gezielte Förderung von E-Mobilität, die untere Einkommensgruppen beim Umstieg auf E-Autos etwa durch eine Kaufprämie unterstütze. Zudem brauche es einen zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr, ein preisstabiles Deutschlandticket sowie ein bundesweites Sozialticket als echte Alternative zum eigenen Auto.
Klimageld gefordert
Um die Energiepreise beim Heizen von Wohnungen zu senken, sollte es eine sozial gestaffelte Förderung für die Sanierung von Gebäuden geben, fügte Bentele hinzu. Die VdK-Präsidentin sprach sich zudem dafür aus, die Überlegungen für ein sozial gestaffeltes Klimageld wieder aufzugreifen. Eine solche Kompensationszahlung hatte die Ampel-Koalition in der vergangenen Legislatur angekündigt, aber schließlich nicht umgesetzt.
Verbraucherinnen und Verbraucher müssen ab kommendem Jahr einen höheren CO2-Preis auf Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel zahlen. Ab dem 1. Januar wird pro Tonne Kohlendioxid ein Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro eingeführt.