Berlin (epd). Der im Frühjahr aus dem Bundestag ausgeschiedene CDU-Politiker Hermann Gröhe (CDU) ist neuer Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Die Bundesversammlung wählte den 64-Jährigen am Samstag einstimmig an die Spitze des Präsidiums, wie die Hilfsorganisation im Anschluss in Berlin mitteilte. Gröhe löst die frühere CSU-Politikerin Gerda Hasselfeldt ab, die acht Jahre lang DRK-Präsidentin war und nicht mehr kandidierte. Sie wurde zur Ehrenpräsidentin ernannt.
Hunderttausende Menschen stünden im Namen des Deutschen Roten Kreuzes für Menschlichkeit vor Ort und in den Krisen weltweit ein, sagte Gröhe. „Zukünftig der Fürsprecher dieser Menschen in der Führung unseres Gesamtverbandes und in der Öffentlichkeit sein zu dürfen, ist mir eine große Ehre“, sagte er.
Bundesgesundheitsminister und langjähriger Abgeordneter
Der 1961 in Neuss geborene Gröhe gehörte gut zwei Jahrzehnte dem Bundestag an. Bei der Bundestagswahl in diesem Jahr kandidierte er nicht mehr. Von 2013 bis 2018 war er Bundesgesundheitsminister im Kabinett der damaligen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), zuvor CDU-Generalsekretär und Staatsminister im Kanzleramt. Seit vielen Jahren gehört Gröhe zudem der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an und war in den 2000er Jahren auch Mitglied im Rat der EKD.
Das DRK ist als Hilfsorganisation im Zivil- und Katastrophenschutz und Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege aktiv. Es ist Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Aktuell engagieren sich nach Angaben der Organisation mehr als 457.000 Ehrenamtliche für das DRK in Deutschland, rund 211.000 Menschen arbeiten hauptamtlich für das DRK.




