Köln (epd). Aus Anlass des bevorstehenden „Black Friday“ ruft der Verein Fairtrade Deutschland dazu auf, beim Einkauf auf langlebige und fair gehandelte Produkte statt auf kurzfristige Schnäppchen zu achten. Die niedrigsten Preise gingen leider oft mit Ausbeutung, ökologischen Problemen und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette einher, erklärte der Verein am Montag in Köln. Der „Black Friday“ solle zu einem „Fair Friday“ gemacht werden, um „ein Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen“.
Am „Black Friday“, dieses Jahr am 28. November, lockten viele Marken, Geschäfte und Online-Händler „mit satten Rabatten“, erläuterte Fairtrade Deutschland. Neben Elektronik werde insbesondere Kleidung rund um den Aktionstag um bis zu 80 Prozent reduziert.
Niedrige Löhne, lange Schichten und mangelnde Sicherheit
Dabei sei die Textilindustrie „eine der schmutzigsten Industrien“, sie verursache rund zehn Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen, hieß es. Die Arbeitsbedingungen in Textilfabriken zum Beispiel in Indien und Bangladesch seien geprägt von extrem niedrigen Löhnen, langen Schichten und mangelnden Sicherheitsvorkehrungen.
Wer sich am „Black Friday“ etwas kaufen wolle, solle sich fragen: „Brauche ich dieses Stück wirklich? Wie oft werde ich das tragen? Und gibt es das nicht auch fair gehandelt?“, appellierte Fairtrade Deutschland an die Verbraucher.


