Studie: Deutlich zu wenig Kita-Plätze vor allem im Westen

Deutschland spricht 2019
Studie: Deutlich zu wenig Kita-Plätze vor allem im Westen
In Deutschland gibt es deutlich weniger Plätze in Krippen und Kindergärten als nötig. Vor allem in den westdeutschen Bundesländern liege das Angebot stark hinter den Betreuungswünschen der Eltern zurück, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Das sei das Ergebnis einer Studie des Deutschen Jugendinstituts in München. Demnach finden in Bremen 21,8 Prozent der Familien keinen Kita-Platz, in Nordrhein-Westfalen seien es 17,8 Prozent und in Hessen 16,7 Prozent.

Grundlage der Zahlen ist eine Befragung von Eltern mit Kindern unter 36 Monaten im Auftrag von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Diese Ergebnisse wurden den tatsächlichen Betreuungsquoten gegenübergestellt.

Bundesregierung und Bundesrat werden sich nicht einig

Am besten steht unter den westdeutschen Ländern Bayern da, wo die Differenz zwischen Betreuungswunsch und Betreuungsquote 10,8 Prozent beträgt. In Ostdeutschland fehlen in Mecklenburg-Vorpommern mit 9,3 Prozent die meisten Plätze. Bundesweit die geringste Versorgungslücke gibt es in Sachsen-Anhalt mit 4,9 Prozent.

Hintergrund ist der Kita-Streit zwischen Schröder und den Bundesländern. Das Familienministerin will den Ländern 580 Millionen Euro zusätzlich für den Krippenausbau zur Verfügung stellen. Damit sollen 30.000 weitere Plätze geschaffen werden. Nach Berechnung von Schröders Ministerium fehlen gegenwärtig noch 160.000 Plätze für Kleinkinder. Die Fördermittel hat Schröder aber an Verwendungsnachweise geknüpft, die die Bundesländer im Bundesrat zurückgewiesen haben.

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