Bundesweite Kampagne zum Erhalt der Sprach-Kitas gestartet

Bundesweite Kampagne zum Erhalt der Sprach-Kitas gestartet

Die evangelischen Kindertagesstätten unterstützen eine bundesweite Kampagne zum Erhalt der Sprach-Kitas in Deutschland, für die am Mittwoch unter der Adresse https://sprachkitas-retten.de eine Website freigeschaltet worden ist. "Hintergrund ist, dass es im Entwurf des Bundeskabinetts zum Haushalt 2023 keine Mittel mehr zum Erhalt des Bundesprogramms für die Sprach-Kitas gibt", sagte der Bremer Vorstandschef der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder, Carsten Schlepper.

Der Bund fördert seit 2016 vorwiegend Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden. "Sie sind eine wesentliche Säule in der Kindertagesbetreuung, um Kindern und Familien in den Kitas ein fachlich fundiertes frühkindliches Bildungsangebot zu machen", führte Schlepper aus. Jede achte Kindertageseinrichtung in Deutschland sei mittlerweile eine Sprach-Kita, fast 8.000 Fachkräfte seien qualifiziert worden.

Schlepper: "Und es ist gut, dass es dieses flächendeckende Netz gibt, denn 40 Prozent der Kinder in unseren Kindertageseinrichtungen haben einen Migrationshintergrund. Hinzu kommen Kinder aus der Ukraine, die in Deutschland Zuflucht finden wollen." Zentrales Instrument der Kampagne ist eine Petition an den Bundestag, die demnächst online zu sehen sein soll.

Petentin ist Wenke Stadach, die eine Sprach-Kita in Neubrandenburg/Mecklenburg-Vorpommern leitet. Sie wird unter anderem vom SPD-Bundestagsabgeordneten Erik von Malottki unterstützt. Nötig sind mindestens 50.000 Unterschriften, damit es zu einer verpflichtenden Anhörung im Bundestag zum Erhalt der Sprach-Kitas kommt.