Afrikanische Staatschefs gratulieren Ruto zu Wahlsieg in Kenia

Afrikanische Staatschefs gratulieren Ruto zu Wahlsieg in Kenia

Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses der Präsidentschaftswahlen in Kenia haben mehrere afrikanische Staatschefs William Ruto zu dessen Sieg gratuliert. Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa äußerte seine Glückwünsche am späten Montagabend auf Twitter. Ein vereintes Kenia sei eine Voraussetzung für einen blühenden und friedlichen Kontinent, erklärte Ramaphosa. Er freue sich auf die Zusammenarbeit. Auch die Staats- und Regierungschefs Nigerias, Äthiopiens und Ugandas gratulierten dem 55-jährigen Ruto, der die Wahl gegen seinen Herausforderer Raila Odinga (77) knapp gewonnen hatte.

Der wegen des Tigray-Konflikts in die Kritik geratene äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed wünschte Ruto viel Erfolg bei der Bewältigung der vor ihm liegenden Herausforderungen. Der Präsident Nigerias, Muhammadu Buhari, teilte mit, er freue sich auf weitere "fruchtbare und robuste Beziehungen" mit Kenia. Zugleich würdigte er den "friedlichen und transparenten" Ausgang der Wahlen. Auch der ugandische Präsident Yoweri Museveni, die tansanische Präsidentin Samia Suluhu Hassan und der somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamud gratulierten Ruto zum Wahlsieg.

Überschattet war die Bekanntgabe der Ergebnisse am Montag von einem Zerwürfnis innerhalb der Wahlkommission. Vier ihrer Mitglieder hatten erklärt, dass die letzte Phase der Auszählung "undurchsichtig" gewesen sei und dass sie diese nicht unterstützen könnten. Ruto versprach noch am Montagabend, dass er Präsident aller Kenianerinnen und Kenianer sein wolle.

Die US-Botschaft in Kenia rief alle Parteien dazu auf, friedlich zusammenzuarbeiten und die verbliebenen Bedenken mithilfe bestehender Mechanismen zu klären. Bei früheren Wahlen hatte der Vorwurf von Manipulationen zu ethnisch gefärbter Gewalt geführt, bei der Hunderte Menschen getötet und Hunderttausende weitere gewaltsam vertrieben wurden. Laut dem britischen Sender BBC kam es am Montagabend in einigen Hochburgen des unterlegenden Kandidaten Odinga zu Protesten.