Sozial- und Umweltverbände fordern sozial-ökologischen Fortschritt

Sozial- und Umweltverbände fordern sozial-ökologischen Fortschritt

Ein Bündnis von Sozial- und Umweltorganisationen fordert von der Politik "einen sozialen und ökologischen Neustart". Die Verbände veröffentlichten am Donnerstag in Berlin zehn Thesen, wonach soziale und ökologische Fragen nicht zu trennen sind. Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, sagte: "Beide Probleme sind existenziell und treffen Menschen mit geringen Einkommen besonders hart." Die Organisationen wollten dazu beitragen, dass die Idee einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft mit Leben erfüllt werde.

Die Organisationen fordern, dass die Energiewende sozial gerecht ausgestaltet werden muss. Beispielsweise müssten sich alle Menschen umweltschonende Fortbewegungsmittel leisten können. Sozial- und Umweltpolitik müssen eng verzahnt werden. Die Folgen des Klimawandels träfen benachteiligte und arme Menschen besonders hart, auch in Deutschland. In den bald beginnenden Sommerferien blieben Familien mit geringem Einkommen mit Sorgen um die Strom- und Gasnachzahlungen zu Hause, erklärte ein Sprecher der Nationalen Armutskonferenz, Jürgen Schneider: "Sie sind in schlecht isolierten Wohnungen der Sommerhitze ausgesetzt."

Zu den 40 Erstunterzeichnern, die sich für den Aufruf zusammengeschlossen haben, zählen neben der Diakonie, der Nationalen Armutskonferenz und dem Nabu unter anderem Greenpeace, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Klima-Allianz Deutschland, der AWO Bundesverband und seitens der Kirchen der Deutsche Caritasverband, mehrere evangelische Landeskirchen sowie das Hilfswerk "Brot für die Welt".