Schusswaffenverband NRA betont "Menschenrecht" auf Waffenbesitz

Schusswaffenverband NRA betont "Menschenrecht" auf Waffenbesitz

Tausende Mitglieder des Schusswaffenverbandes National Rifle Association, unter ihnen der frühere US-Präsident Donald Trump, haben sich am Freitag (Ortszeit) im texanischen Houston bei ihrem Jahrestreffen vehement gegen Schusswaffenkontrolle ausgesprochen. Der Verband stehe für "das grundlegende Menschenrecht auf Selbstverteidigung", sagte Verbandschef Wayne LaPierre.

Trump warnte vor Kontrollgesetzen. Diese hätten keine Schulmassaker verhindert. Jede Schule brauche Metalldetektoren und bewaffnete Polizisten oder Sicherheitskräfte. Diese Maßnahmen seien "keine Frage des Geldes, sondern des politischen Willens". Sollte er wieder Präsident werden, werde er mit noch nie dagewesener Härte gegen Gewaltkriminalität vorgehen, sagte Trump.

Die Debatte um eine Reform des Waffenrechts war nach einem Amoklauf an einer Grundschule in Uvalde im US-Bundesstaat Texas am Dienstag neu entbrannt. Der Täter hatte 19 Kinder und zwei Lehrerinnen getötet. Laut Tageszeitung "Houston Chronicle" demonstrierten hunderte Menschen vor dem Versammlungsort gegen die NRA. Die Jahresversammlung ist zugleich eine Schusswaffenmesse. Nach Angaben des gemeinnützigen Instituts "Gun Violence Archive" sind in den USA im Jahr 2021 313 Kinder unter zwölf Jahren erschossen worden.