Städte und Gemeinden fordern zügige Abschaffung der EEG-Umlage

Städte und Gemeinden fordern zügige Abschaffung der EEG-Umlage

Angesichts steigender Energiepreise fordern Deutschlands Kommunen eine frühere Abschaffung der EEG-Umlage sowie eine Erhöhung der Pendlerpauschale. "Wir brauchen dringend eine Entlastung", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der "Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstag). "Dazu sollte eine vorgezogene Abschaffung der EEG-Umlage geprüft werden."

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat den Schritt für 2023 angekündigt. Nach Angaben des Städte- und Gemeindebundes würde ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden ohne die EEG-Umlage jährlich rund 150 Euro sparen.

Landsberg verwies auf "eine Explosion der Energiepreise". "Die Politik muss jetzt handeln. Längst sind die Energiekosten mehr als eine zweite Miete", unterstrich Landsberg. Selbst viele Menschen mit mittlerem Einkommen könnten sich mittelfristig die extrem hohen Energiepreise kaum leisten. "Wir warnen die Regierung ausdrücklich davor, das auszusitzen. Damit ist ein erhebliches Risiko für Arbeitsplätze, aber auch für den Erfolg der Energie- und Mobilitätswende verbunden."