NRW-Ministerin: Wiederaufbau in zerstörten Flutgebieten geht voran

NRW-Ministerin: Wiederaufbau in zerstörten Flutgebieten geht voran

Vier Monate nach der größten Hochwasserkatastrophe in der Geschichte Nordrhein-Westfalens hat Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) mit Blick auf den Wiederaufbau eine positive Zwischenbilanz gezogen. Der Aufbau der öffentlichen Infrastruktur in den betroffenen Kommunen komme voran, und auch die Infrastruktur für Telekommunikation, Trink- und Abwasser stehe wieder, sagte die Ministerin am Montag in Düsseldorf. Auch viele der zerstörten Verkehrsverbindungen könnten wieder genutzt werden.

Bei den Aufbauhilfen für die betroffenen Menschen sind nach Angaben der Ministerin aktuell 53 Prozent und damit 4.745 aller bisher 8.943 eingereichten Anträge in der Bewilligungsphase. Damit stünden 25 Millionen Euro zur Auszahlung für die Instandsetzung beschädigter Häuser und Wohnungen an. Mit ebenfalls 25 Millionen Euro werde auch das von den Zerstörungen stark betroffene Krankenhaus in Eschweiler unterstützt, das inzwischen in Teilen wieder funktionsfähig sei, sagte sie weiter. Weitere drei Millionen erhalte ein Träger der Eisenbahn-Infrastruktur.

Für die Bewältigung der Hochwasserschäden in NRW und dem ebenfalls betroffenen Rheinland-Pfalz haben Bund und Länder den mit 30 Milliarden Euro bislang größten Aufbaufonds der Bundesrepublik aufgelegt. Von dieser Summe seien zwölf Milliarden Euro für NRW abrufbar, erklärte Scharrenbach. Der Beauftragte für den Wiederaufbau in NRW, Fritz Jaeckel, sagte, bei den rund 11.500 von der Flut geschädigten Unternehmen laufe für knapp 4.000 Betriebe und damit rund ein Drittel das Bewilligungsverfahren.