Studie: Frauen von Attraktivität weniger geblendet als Männer

Studie: Frauen von Attraktivität weniger geblendet als Männer

Männer lassen sich von Attraktivität laut einer Studie mehr blenden als Frauen. Männer vertrauten attraktiven Frauen, auch wenn diese bedrohlich wirkten, ergab die am Freitag vorgestellte Untersuchung von Psychologen der Universitäten Freiburg und Basel. Frauen hingegen vertrauten attraktiven, bedrohlich wirkenden Männern deutlich weniger. Die Forscher seien aber auch zu dem Schluss gekommen: Je attraktiver jemand ist, desto vertrauenswürdiger wirkt er unterm Strich auf beide Geschlechter.

Den Angaben zufolge sollten Teilnehmende der Studie anhand von Porträt-Fotos entscheiden, wem sie Geld anvertrauen würden - mit dem Risiko, dass diese Person das Geld für sich behält. Das Entscheidende: Die Gesichter auf den Fotos variierten in ihrer Attraktivität und Bedrohlichkeit. Insgesamt nahmen an dem Experiment 47 heterosexuelle Männer und 46 heterosexuelle Frauen teil, wie es hieß.

Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass das sehr attraktive Gesicht einer Frau ihre bedrohliche Ausstrahlung kompensieren könne - zumindest in den Augen heterosexueller Männer, sagte die Freiburger Forscherin Johanna Brustkern. Frauen ließen sich dagegen weniger von einem attraktiven, aber bedrohlichen Mann blenden. "Diese Unterschiede könnten evolutionär bedingt sein, da Frauen während Schwangerschaft und Stillen viel Zeit und Ressourcen investieren und daher einen möglichen Partner mit Bedacht auswählen", sagte Brustkern. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichte das Forschungsteam in dem Fachjournal Scientific Reports.