Zentralafrikanische Republik: Berichte über Bruch der Waffenruhe

Zentralafrikanische Republik: Berichte über Bruch der Waffenruhe

Nur wenige Tage nach der Verkündung der Waffenruhe in der Zentralafrikanischen Republik wurde diese Medienberichten zufolge gebrochen. Russische Söldner, die die Regierungstruppen unterstützen, hätten bei Kämpfen am Wochenende mindestens drei Menschen getötet, berichtete das lokale, unabhängige Nachrichtenportal Corbeaunews am Dienstag. Der Präsident des Landes, Faustin-Archange Touadéra, hatte am Freitagabend erklärt, alle militärischen Aktivitäten gegen Rebellen auf dem gesamten Staatsgebiet würden beendet, um dem Frieden eine Chance zu geben.

Wenige Stunden nach der Verkündung der einseitigen Waffenruhe rückten dem Bericht zufolge Paramilitärs des russischen Wagner-Konzerns in den Ort Benzambé in der Präfektur Ouham im Norden des Landes ein und plünderten und zerstörten Häuser. Die Bewohner seien vertrieben worden. Dabei seien drei Menschen getötet worden. Schwerbewaffnete Mitarbeiter der Kreml-nahen Verteidigungsfirma werden im Auftrag der zentralafrikanischen Regierung eingesetzt, um Armee und Sicherheitskräfte zu unterstützen. In der Zentralafrikanischen Republik sind zahlreiche Milizen aktiv, die gegen die Regierung kämpfen.

Ein Regierungssprecher sagte laut einem Bericht des Senders RFI vom Dienstag, das Rebellenbündnis CPC habe versprochen, sich an die Waffenruhe zu halten. Wer jedoch zu den Waffen greife, werde weiterhin verfolgt und als Staatsfeind betrachtet. Zuvor war unklar, ob sich die Rebellen an die von der Regierung verkündete Waffenruhe halten würden. Zu den Vorfällen in Ouham äußerte sich der Sprecher nicht.

Das Rebellenbündnis CPC entstand im vergangenen Dezember nach dem Zusammenschluss mehrerer Milizen und liefert sich immer wieder schwere Kämpfe mit der zentralafrikanischen Armee. Seit dem Sturz von Präsident Francois Bozizé im März 2013 herrscht in dem Land ein blutiger Konflikt.