Bundeswahlleiter: Keine Wählerbeeinflussung durch Laschet

Bundeswahlleiter: Keine Wählerbeeinflussung durch Laschet

Der Bundeswahleiter hat Spekulationen im Internet zurückgewiesen, wonach die sichtbare Stimmabgabe des CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet eine Wählerbeeinflussung darstelle. "Ein bundesweit bekannter Politiker hat wie erwartet seine eigene Partei gewählt. Eine Wählerbeeinflussung kann darin nicht gesehen werden", teilte die Pressestelle auf dem Microbloggingdienst Twitter am Sonntag mit. Normalerweise habe der Wahlvorstand Wählerinnen und Wähler zurückzuweisen, die den Stimmzettel so gefaltet hätten, dass die Stimmabgabe erkennbar sei. "Dies dient dazu, dass andere Wählende nicht beeinflusst werden."

Zuvor hatte Unionskanzlerkandidat Laschet für Aufsehen gesorgt, weil sein ausgefüllter Stimmzettel im Wahllokal falsch gefaltet war. Kurz bevor der Wahlzettel in die Urne gelangte, war Laschets Stimmabgabe, die der CDU galt, sichtbar. Daraufhin hieß es unter anderem in sozialen Netzwerken, Laschet habe gegen das Wahlgeheimnis verstoßen.

Die Pressestelle des Bundeswahlleiters schrieb weiter auf Twitter: Komme bei der Stimmabgabe zu einer Fehlfaltung, teile der Wahlvorstand einen neuen Stimmzettel aus. "Gelangt der Stimmzettel dennoch in die Wahlurne, kann er nicht mehr aussortiert werden und ist gültig." Weil Laschet seinen Stimmzettel in die Wahlurne steckte, wird er demzufolge gezählt.