Hunderte Abtreibungsgegner beim "Marsch für das Leben" in Berlin

Hunderte Abtreibungsgegner beim "Marsch für das Leben" in Berlin

Mit einem "Marsch für das Leben" haben am Samstag in Berlin mehrere Hundert Menschen gegen Abtreibungen und Sterbehilfe demonstriert. Laut Polizei versammelten sich vor dem Brandenburger Tor eine höhere dreistellige Anzahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmen und damit erheblich weniger als ursprünglich angekündigt. An Gegenprotesten auf der anderen Seite des Brandenburger Tores, auf dem Pariser Platz, beteiligten sich etwa 150 Menschen.

Die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Alexandra Linder, forderte bei der Auftaktkundgebung unter anderem einen besseren staatlichen Schutz vor Abtreibungen und vor einem geförderten Suizid. Aufgabe des Staates sei es, alle Kinder vor der Geburt zu schützen. Menschen, die im Krankheitsfall und im Alter vollständig versorgt würden, wollten nicht getötet werden. Linder forderte ein Umdenken in der Gesellschaft. Jeder Mensch müsse die Hilfe zum Leben erhalten, die er brauche, sagte sie. Dies gelte für Frauen in Schwangeschaftskonflikten ebenso wie für Schwerkranke und für Menschen am Ende ihres Lebens.

Auf Plakaten stand unter anderem "Kein Kind ist unzumutbar", "Abtreibung ist keine Lösung" und "Keine Kinder-keine Zukunft". Als Vertreter der Kirchen wurden unter anderem die katholischen Bischöfe Wolfgang Ipolt (Görlitz) und Rudolf Voderholzer (Regensburg) sowie der Vorsitzende des Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD), Ekkehart Vetter, begrüßt. Bereits am Freitagabend hatte das queer-feministische Bündnis "What the fuck?" zu einer Demonstration gegen den "Marsch für das Leben" aufgerufen. Der Marsch sollte am Samstag um 17.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst abschließen.