Klimaaktivisten protestieren vor Zentralen von CDU, SPD und Grünen

Klimaaktivisten protestieren vor Zentralen von CDU, SPD und Grünen
Die Klimabewegung hat am Dienstag ihre Proteste mit Blockaden von Straßen und Einrichtungen in Berlin fortgesetzt. Am Nachmittag wurde zudem vor den Parteizentralen von CDU, SPD und Grünen demonstriert.

Mehrere tausend Menschen haben am Dienstag in Berlin für entschlossenen Klimaschutz demonstriert. Die Demonstrationszüge starteten an den Parteizentralen von CDU und SPD und führten zum Brandenburger Tor, von wo die Aktivisten gemeinsam zur Parteizentrale der Grünen weiterzogen. Nach Angaben der Initiative "AugustRiseUp" beteiligten sich mehr als 3.000 Menschen an den Aufzügen.

Die Demonstrationen waren Teil einer Aktionswoche, mit der Klimaschützer sechs Wochen vor der Bundestagswahl den Druck auf Politik und Parteien erhöhen wollen. Bei der Wahl gehe es nicht nur um das Klima, sondern gebraucht werde ein Wandel zu echter Demokratie, hieß es. Zu der Protestwoche hat ein Bündnis aus mehreren Organisationen und Initiativen aufgerufen, darunter "Extinction Rebellion" und "Fridays for Future Berlin".

Am Dienstagvormittag hatten Aktivistinnen und Aktivisten der Tierrechtsorganisation "Animal Rebellion" für mehrere Stunden die Geschäftsstelle des Deutschen Bauernverbandes in Berlin-Mitte blockiert. Zur Begründung hieß es, dem Verband gehe es nicht um Kleinbetriebe und das Gemeinwohl, "sondern um die fetten Agrarkonzerne, die unsere Böden zerstören, das Artensterben vorantreiben, für Tierleid sorgen und für gigantische Emissionen verantwortlich sind".

Am Mittag versammelten sich nach Veranstalterangaben mehr als 100 Menschen vor dem Landwirtschaftsministerium und brachten den Verkehr in der Wilhelmstraße bis zum frühen Abend zum Erliegen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) warfen sie vor, unter massivem Einfluss der Landwirtschaftskonzerne zu stehen. Die "massive Umwelt- und Klimazerstörung der Industrie" könne so nicht weitergehen. Mehrere Klimaschützerinnen und -schützer klebten sich zudem vor der CDU-Parteizentrale fest und bespritzten das Gebäude mit Kunstblut.

Bereits am Montag hatten die Klimaschützer Sitzblockaden auf Straßen rund um das Brandenburger Tor abgehalten und den innerstädtischen Monbijoupark gegenüber der Berliner Museumsinsel okkupiert, um dort ein Protestcamp zu errichten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Nach Angaben der Veranstalter wurden mehrere Teilnehmer verhaftet.