Deutsche Bischofskonferenz kritisiert SPD-Wahlwerbespot

Armin Laschet (l, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, unterhält sich während einer Sitzung des Landtags mit Nathanael Liminski

© Marius Becker/dpa

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, unterhält sich während einer Sitzung des Landtags mit Nathanael Liminski .

Bundestagswahlkampf
Deutsche Bischofskonferenz kritisiert SPD-Wahlwerbespot

Hannover, Bonn (epd). Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat die Parteien vor einem schmutzigen Bundestagswahlkampf gewarnt. "In früheren Wahlkämpfen gehörte es zum guten Ton, kein Negative Campaigning zu betreiben", sagte eine Sprecherin am Montag dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND). Die Kritik der Bischöfe richte sich vor allem gegen einen SPD-Wahlwerbespot über vermeintliche Defizite des Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet und dessen "erzkatholische" Vertraute, für die Sex vor der Ehe ein Tabu sei, hieß es.

In dem Wahlwerbespot, der am Wochenende bereits kritisiert worden war, wird unter anderem die Aussage getroffen, dass man mit der CDU "erzkatholische Laschet-Vertraute" wähle, für die Sex vor der Ehe ein Tabu sei. Damit wird auf eine Aussage des nordrhein-westfälischen CDU-Politikers und heutigen Staatskanzlei-Chefs Nathanael Liminski angespielt. Die Aussage stammt aus dem Jahr 2007, als Liminski 22 Jahre alt war.

Die Sprecherin der Bischofskonferenz betonte: "Den Umgang in dem Wahlwerbespot mit der Äußerung einer religiösen Überzeugung halten wir für unangemessen." Die Kirche werbe für einen fairen Wahlkampf, der anhand von Sachthemen und in der Auseinandersetzung mit den Wahlprogrammen ausgetragen werden sollte. "Daran sollten die demokratischen Parteien in Deutschland unbedingt festhalten", mahnte sie.