Unwetterschäden in Wäldern erschweren Kampf gegen Borkenkäfer

Unwetterschäden in Wäldern erschweren Kampf gegen Borkenkäfer

Die Hochwasserkatastrophe hat auch in den nordrhein-westfälischen Wäldern schwere Schäden verursacht. In den besonders betroffenen Gebieten in der Eifel, im Sauerland und im Bergischen Land seien Waldwege und Forstamtsgebäude beschädigt, Fahrzeuge weggeschwemmt und Bahnstrecken zerstört worden, erklärte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Montag bei einem Besuch des Königsforsts bei Köln. Diese Schäden erschwerten unter anderem die Bekämpfung des Borkenkäfers.

Über den Landesbetrieb Wald und Holz stellt Nordrhein-Westfalen dem Ministerium zufolge 2,4 Millionen Euro für die betroffenen Regionen bereit. Damit sollen die Instandsetzung der Infrastruktur in den Wäldern unterstützt und die Zugänglichkeit der Wälder sichergestellt werden. Zudem hatte die Landesregierung am 22. Juli unbürokratische und schnelle Soforthilfe auch für die Forstwirtschaft zugesagt.

Heinen-Esser unterstrich zudem die Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz: "Er ist ein Seismograph des Klimawandels und massiv betroffen." Deshalb sei die Entwicklung von vielfältigen und klimastabilen Mischwäldern von zentraler Bedeutung. "Ohne die gewaltige Wasserspeicherkraft der Wälder und der Waldböden wäre die Flut wohl noch dramatischer ausgefallen", sagte die Ministerin.