Fridays for Future demonstriert wieder wöchentlich

Fridays for Future demonstriert wieder wöchentlich
Umweltbundesamt warnt vor Klimawandel-Folgen

Das Klimabündnis Fridays for Future Berlin will von Freitag an wieder regelmäßig zum wöchentlichen Klimastreik aufrufen. Den Auftakt macht eine Demonstration unter dem Motto #Aufbruchsklima, gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Antirassismus und anderen Organisationen, wie Fridays for Future Berlin am Dienstag ankündigte. Rund 100 Tage vor der Bundestagswahl solle damit gezeigt werden, dass ein breites Bündnis "die sozial gerechte Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze fordert". Das Umweltbundesamt rief unterdessen zu raschen Gegenmaßnahmen aller Staaten auf, um den Klimawandel einzudämmen.

Fridays for Future Berlin erklärte, Klimakämpfe und antirassistische Kämpfe seien zwei Seiten einer Medaille im Kampf gegen ein unsolidarisches System, in dem Mensch und Natur für die Profite einiger weniger ausgebeutet würden. Das Bündnis fordert unter anderem für die Hauptstadt Klimaneutralität bis spätestens 2030.

Ferner startete die Organisation Parents for Future Germany eine Kampagne unter dem Motto "UNSER 2035 - Wie wollen wir leben?" (www.unser2035.de). Alle Altersstufen seien eingeladen, sich über die Zukunft Gedanken zu machen, teilte die Organisation am Dienstag mit. Dadurch würden viele unterschiedliche Sichtweisen in die Debatte einfließen. Die Kampagne solle dazu ermutigen, "sich gerade in diesen schwierigen Zeiten mit positiven Zukunftsszenarien zu beschäftigen".

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, warnte: "Massive Veränderungen werden auf uns zukommen. Alle Handlungserfordernisse liegen klar auf dem Tisch." Die bisherige Klimaschutzpolitik in Europa habe gezeigt, dass eine Zusammenarbeit von Bund, Ländern und EU wirksamer sei, als Alleingänge, sagte er auf einer digitalen Veranstaltung zum Thema Klimafolgen und Klimaanpassung am Dienstag in Düsseldorf. Darüber hinaus müssten die Themen Klimaschutz und notwendige Klimaanpassung, Maßnahmen, mit denen sich etwa die Städte auf die Folgen des Klimawandels einstellen, noch stärker in der Gesellschaft verankert werden.

"Wir leben mitten im Klimawandel und haben in der letzten Dekade rapide Veränderungen erlebt", machte Messner deutlich. Der Klimawandel wirke sich auf alle Ökosysteme aus und betreffe überlebenswichtige Themen wie die Wasserversorgung, Gesundheitsrisiken durch Hitze sowie Dürrerisiken. Die Folgen seien enorm. Bei einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um drei Grad würde beispielsweise in Berlin ein Klima wie in Madrid herrschen.