Schulen sollen stärker gegen Antisemitismus vorgehen

Schulen sollen stärker gegen Antisemitismus vorgehen

Die Bekämpfung des Antisemitismus soll an den Schulen in Deutschland verstärkt werden. Dazu haben die Kultusministerkonferenz der Bundesländer (KMK), der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten eine gemeinsame Empfehlung beschlossen. Diese mache klar, "Antisemitismus wird nicht geduldet und darf nicht ohne Folgen bleiben", sagte die KMK-Präsidentin und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Freitag bei der Vorstellung der Empfehlung. Ziel sei unter anderem, Wissen zu vermitteln und über Wurzeln und Ausprägung von Antisemitismus aufzuklären.

"Die Schulen spielen im Kampf gegen den Antisemitismus eine Schlüsselrolle", betonte der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Es sei wichtig, dass Lehrkräfte Antisemitismus erkennen und angemessen reagieren können. In den Schulen müssten zudem jüdisches Leben, jüdische Geschichte und Kultur vor und nach dem Nationalsozialismus stärker thematisiert werden, sagte Schuster. Jüdische Menschen kämen vor allem als Opfergruppe der Zeit zwischen 1933 und 1945 im Unterricht vor.

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, betonte, es sei "nötiger denn je, deutlich zu machen, dass Antisemitismus in unserer Gesellschaft keinen Platz hat". In Schulbüchern werde zum Teil ein verzerrtes Bild der Gegenwart in Israel vermittelt, kritisierte Klein. Auch dies müsse geändert werden. Er sei zuversichtlich, dass die nun beschlossene Empfehlung ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Antisemitismus sei.

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