Städtebund dringt auf einheitliche Regeln bei Großveranstaltungen

Städtebund dringt auf einheitliche Regeln bei Großveranstaltungen

Die deutschen Städte und Gemeinden kritisieren, dass sich Bund und Länder noch nicht auf bundeseinheitliche Regelungen für Großveranstaltungen einigen konnten. Es müsse nun rasch in weiteren Gesprächen eine klare, einheitliche Linie gefunden werden, unter welchen Voraussetzungen Großveranstaltungen und Volksfeste wieder zulässig seien, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitag). Mit den Cannstatter Wasen in Stuttgart und dem Münchner Oktoberfest seien schon zwei sehr große Volksfeste dieses Jahres abgesagt. Es brauche Perspektiven für die vielen Veranstaltungen, die vor Corona in den Kommunen mit mehreren Tausend Menschen gefeiert wurden.

Sofern sich Inzidenz und Impfkampagne weiter so positiv entwickelten, müssten auch bei den Veranstaltungen möglichst bald Öffnungsperspektiven aufgezeigt werden, die klare Hygienekonzepte enthielten, forderte Landsberg. "Hier müssen sich die Bundesländer jetzt zu einer gemeinsamen und möglichst einheitlichen Linie abstimmen. Andernfalls kommt es zu einem Flickenteppich, der den Menschen vor Ort in den Kommunen nicht mehr zu erklären ist", sagte er.

Auch für die Schulen und Kindertagesstätten mahnte Landsberg eine Öffnungsstrategie an. "Spätestens nach den Sommerferien ist aus unserer Sicht die Rückkehr in den Präsenzunterricht an allen Schulen und Kitas notwendig", sagte er. Bund, Länder und auch die Kommunen müssten die Voraussetzungen dafür schaffen, dass auch in den Wintermonaten Präsenzunterricht möglichst in voller Klassenstärke möglich sei.

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