Papst fordert umfangreichen Schuldennachlass für arme Länder

Papst fordert umfangreichen Schuldennachlass für arme Länder

Papst Franziskus hat einen umfangreichen Schuldennachlass für arme Länder gefordert, deren Finanznöte durch die Corona-Pandemie verschärft wurden. Ein solcher Schritt könne dazu beitragen, dass die betroffenen Länder Zugang zu Impfstoffen erhielten sowie ihre Gesundheits- und Bildungssysteme ausbauten, betonte er Vatikanangaben zufolge am Donnerstag.

In einer Grußbotschaft an die Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) forderte er die Finanzwirtschaft überdies auf, Mechanismen zur Berechnung "ökologischer Schulden" zu entwickeln. Industriestaaten könnten durch entsprechende Zahlungen für ökologische Zerstörungen und Verluste der Biodiversität dazu beitragen, die Kosten der für nachhaltige Entwicklung nötigen Innovationen zu tragen.

Vor dem Hintergrund weltweiter nationaler Bemühungen um eine Überwindung der von der Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise mahnte der Papst Reformen internationaler Institutionen an. Bestehende und neue Organisationen müssten armen und weniger entwickelten Staaten stärker an Entscheidungsprozessen beteiligen und ihnen Zugang zu internationalen Märkten ermöglichen.

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