Steinmeier wirbt für gemeinsames Gedenken an die Corona-Toten

Steinmeier wirbt für gemeinsames Gedenken an die Corona-Toten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich erneut für ein öffentliches Gedenken an die Menschen ausgesprochen, die während der Corona-Pandemie gestorben sind. Er halte es für sehr wichtig, "dass wir innehalten, um gemeinsam in Würde Abschied zu nehmen von den Verstorbenen in der Zeit der Pandemie", sagte Steinmeier am Freitag bei einem Treffen mit Hinterbliebenen in Berlin. Das gelte auch für jene, die nicht dem Virus zum Opfer gefallen, aber genauso einsam gestorben seien. Steinmeier wies darauf hin, dass am 18. April in Berlin eine Gedenkfeier mit der Staatsspitze und Hinterbliebenen stattfinden solle.

Er erinnerte an die mehr als 71.000 Menschen in Deutschland, die bislang an oder mit Coronavirus gestorben sind. Das sei eine "erschütternde, verstörende Dimension". "Hinter jeder einzelnen Zahl steht ein Schicksal, steht ein Mensch, der von uns gegangen ist", betonte der Bundespräsident. "Dahinter stehen unendliche Trauer und unendlicher Schmerz und ja, manchmal auch Bitterkeit."

"Ja, es gibt Hoffnung, dass wir die Pandemie besiegen werden - dank der Impfstoffe, die uns jetzt zur Verfügung stehen", sagte Steinmeier. Aber noch immer stürben Tag für Tag Hunderte Menschen an einer Covid-19-Infektion. Bisher hätten die Hinterbliebenen meist im Stillen und individuell getrauert. "Uns allen fehlt eine Form des gemeinsamen Gedenkens und Abschiednehmens. Denn wir haben doch gespürt in dieser dunklen Zeit, wie verletzlich wir als Menschen sind und wie sehr wir als Gemeinschaft aufeinander angewiesen sind", sagte der Bundespräsident.

Meldungen

Top Meldung
Predigt schreiben braucht viel Zeit
Einen anderen Umgang mit kirchlichen Ressourcen fordert der evangelische Theologieprofessor Heinzpeter Hempelmann. Der größte Teil der personellen Ressourcen - nämlich die Pfarrer:innen - werde zur Versorgung eines immer kleiner werdenden Teils der Kirchenmitglieder eingesetzt.