Ermittlungen nach Attacke von Polizist in Magdeburg

Ermittlungen nach Attacke von Polizist in Magdeburg

Nach dem gewaltsamen Angriff eines Polizisten auf einen Demonstranten am Samstag in Magdeburg hat die Polizei weitere Untersuchungen eingeleitet. Es seien zwei Ermittlungsverfahren aufgenommen worden, teilte die Polizeiinspektion Magdeburg dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag auf Anfrage mit. Der Demonstrant sei bei dem Vorfall leicht verletzt worden und ambulant behandelt worden.

Auf einem auf Twitter kursierenden Video ist zu sehen, wie ein Polizist am Rande von Demonstrationen einen Mann mit dem Gesicht voraus gegen eine Hauswand rammt. Der Aufprall erfolgt mit solcher Wucht, dass in der Fassade des Plattenbaus ein Loch entsteht.

Die Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass sich der Vorfall am Rande des Demonstrationsgeschehens am Samstag ereignete. Zur Vorgeschichte und einer Bewertung des Vorfalls machte die Behörde unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben. Nach epd-Informationen erstattete der Geschädigte gegen den Polizisten Anzeige wegen Körperverletzung, das zweite Verfahren basiert auf einer Anzeige wegen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

In Magdeburg war am Samstag mit zahlreichen Veranstaltungen an die Zerstörung der Stadt während des Zweiten Weltkriegs vor 76 Jahren erinnert worden. Laut Polizei waren insgesamt 29 Kundgebungen angemeldet, darunter auch ein "Trauermarsch" der rechten Szene, an dem sich den Angaben zufolge rund 100 Personen beteiligen. Rund 500 Menschen nahmen laut Polizei an Kundgebungen "des linken und bürgerlichen Klientels" teil.

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