Biden-Amtseinführung setzt religiöse Akzente

Biden-Amtseinführung setzt religiöse Akzente

Bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden am Mittwoch werden ein Jesuitenpater und der Pastor einer afroamerikanischen Kirche die Gebete sprechen. Bei Bidens Vorgänger Donald Trump beteten die dem Wohlstandsevangelium nahe stehende Fernsehpredigerin Paula White, der konservative Baptistenprediger Franklin Graham und vier weitere Geistliche.

Bei der Eröffnung der Vereidigungszeremonie wird der Jesuit Leo O'Donovan beten, wie es auf der Website des Einführungskomitees heißt. Er sei ein guter Freund der Familie Biden. Joe Biden ist katholisch und nach Darstellung der Publikation "National Catholic Reporter" vertraut mit dem Jesuitenorden. Im November wirkte Biden demnach bei einer Spendenveranstaltung für das Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten mit. O'Donovan feierte 2015 die Messe beim Begräbnis von Bidens Sohn Beau Biden.

Das Abschlussgebet der Einführung wird Pastor Silvester Beaman von der "Bethel African Methodist Episcopal"-Kirche in Wilmington in Bidens Heimatstaat Delaware sprechen. Auch Beaman ist den Angaben zufolge ein enger Vertrauter und Freund Bidens. Pastor Beaman brachte Biden nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt im Mai 2020 mit schwarzen Geistlichen und Führungspersönlichkeiten zusammen, wie der Informationsdienst "Religion News Service" berichtete.

Am Vorabend der Amtseinführung sind virtuelle Veranstaltungen zum Gedenken an die rund 400.000 Corona-Toten in den USA geplant. Inmitten des politischen Neuanfangs müsse man diese Menschen ehren, sagte Komiteesprecher Phil Tobar. Im ganzen Land sollen Kirchenglocken läuten.

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