Gründungsdirektor des Jüdischen Museums gewürdigt

Gründungsdirektor des Jüdischen Museums gewürdigt

Spitzenvertreter des Staates haben den ehemaligen Direktor des Jüdischen Museums Berlin und früheren US-Finanzminister Michael Blumenthal zu seinem 95. Geburtstag gewürdigt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hoben in Glückwunschschreiben seine Verdienste hervor. Michael Blumenthal wurde am 3. Januar 1926 im brandenburgischen Oranienburg geboren und vollendet am Sonntag sein 95. Lebensjahr.

Bundespräsident Steinmeier sagte, Berlin verdanke dem Gründungsdirektor "eines der wichtigsten Jüdischen Museen der Welt". Blumenthals Biografie und Lebenswerk stünden zudem in beispielloser Weise für Verständigung und Toleranz. "Mit Ihrem großartigen Wirken als Gründungsdirektor haben Sie stets daran erinnert, was jüdisches Leben in unserem Land ausmacht", schrieb das Staatsoberhaupt.

Kulturstaatsministerin Grütters nannte es sein großes Verdienst, dass das Jüdische Museum Berlin Gestalt angenommen und die Geschichte des Judentums in Deutschland anschaulich und erlebbar gemacht habe. Der Ausstellungsort sei ein "kultureller Leuchtturm, der weit über die Stadtgrenzen Berlins hinausstrahlt, der international Beachtung findet als Ort der Begegnung, als Forum für Verständigung und Toleranz".

Blumenthals Familie floh 1939 von Berlin aus vor den Nazis nach China. 1947 emigrierte Blumenthal in die USA und wurde dort unter anderem Wirtschaftsprofessor, Manager, Politiker und von 1977 bis 1979 US-Finanzminister. Von 1997 bis Herbst 2014 war er Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin.

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