Hilfsbündnis sieht Arbeit durch Pandemie akut gefährdet

Hilfsbündnis sieht Arbeit durch Pandemie akut gefährdet

Die Corona-Pandemie im Zusammenspiel mit Klimawandel und bewaffneten Konflikten droht laut "Aktion Deutschland Hilft" den Kampf gegen Armut, Hunger und Gewalt um Jahrzehnte zurückzuwerfen. Derzeit sei das Coronavirus in über 200 Ländern oder Regionen der Welt bestätigt, erklärte das Bündnis am Montag in Bonn. Auch im kommenden Jahr werde sich nichts daran ändern, dass die Pandemie humanitäre Notlagen verschärft.

"Notlagen, in denen Betroffene und Helfer die Folgen von nur einer Katastrophe oder Krise bewältigen müssen, gibt es eigentlich nicht mehr", sagte die geschäftsführende Vorständin Manuela Roßbach. Die 23 Hilfsorganisationen des Bündnisses würden zunehmend mit komplexen Mehrfachkatastrophen konfrontiert, die sich gegenseitig verstärkten.

Das Bündnis verweist auf Länder wie Syrien, Jemen und Afghanistan, wo die Menschen unter militärischen Konflikten, Naturkatastrophen, Hunger und Armut litten. Hinzu kämen Ereignisse wie etwa die Heuschreckenplage in diesem Jahr in Ostafrika. "Aktion Deutschland Hilft" ist das 2001 gegründete Bündnis von 23 deutschen Hilfsorganisationen.

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