"Weihnachtstern" zur Wintersonnenwende

"Weihnachtstern" zur Wintersonnenwende

Am Abend der Wintersonnenwende (21. Dezember) soll in diesem Jahr bei klarem Himmel der "Weihnachtsstern" zu sehen sein. Den ganzen Dezember über werde Jupiter immer näher an den Saturn rücken, sagte der Direktor des Hamburger Planetariums, Thomas Kraupe, am Dienstag. "Am Tag der Wintersonnenwende bilden sie in der Abenddämmerung gegen 17 Uhr nah des Südwest-Horizonts ein großartiges Doppelgestirn." Es sei eine einzigartig enge Begegnung. "Jupiter erstrahlt wie ein brillanter Juwel und daneben schimmert der deutlich schwächere Saturn." Das Himmelsspektakel sei allerdings nur kurz, weil beide Planeten gegen 19 Uhr am Horizont versinken.

Die Begegnung von Jupiter und Saturn am Himmel, die im Jahre 7 vor Beginn der christlichen Zeitrechnung stattfand, gilt auch als plausible Erklärung für den "Stern von Bethlehem" aus der Weihnachtsgeschichte. Es habe sich allerdings um eine sehr seltene "dreifache Begegnung" gehandelt, sagte Kraupe. Jupiter und Saturn seien gleichzeitig auch noch von der Erde überholt worden und daher scheinbar am Himmel stehen geblieben. Kraupe: "Dies passt zur Beschreibung durch den Evangelisten Matthäus."

Zu der spektakulären Begegnung kommt es in diesem Jahr, weil Jupiter in rund zwölf Jahren und Saturn in knapp 30 Jahren einmal um die Sonne wandern und der schnellere Jupiter den langsameren Saturn alle 20 Jahre überholt. Zuletzt ereignete sich dies im Jahre 2000, das nächste Mal wird es 2040 soweit sein. Kraupe: "Doch so nahe wie zur diesjährigen Wintersonnenwende kamen sich die beiden Planeten von unserer Erde aus gesehen seit vielen Jahrhunderten nicht." Erst am 15. März 2080 werde Jupiter ähnlich knapp an Saturn vorbeiziehen.

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