76 Franziskanerinnen in Kloster mit Corona infiziert

76 Franziskanerinnen in Kloster mit Corona infiziert

In einem katholischen Kloster im Emsland ist es zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. Insgesamt 76 Ordensschwestern des Klosters in Thuine bei Lingen hätten sich mit Covid-19 infiziert, sagte die Generaloberin der "Kongregation der Franziskanerinnen vom heiligen Martyrer (rpt. Martyrer) Georg zu Thuine", Schwester Maria Cordis Reiker, am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bei den weiteren Schwestern seien die Tests negativ ausgefallen. Bisher seien die Krankheitsverläufe milde und niemand im Krankenhaus. "Dafür sind wir dankbar." Zur Kongregation in Thuine zählten rund 170 Schwestern.

Die meisten der infizierten Schwestern lebten in einem der beiden Altenheime des Klosters, sagte die Generaloberin, die selbst ebenfalls am Virus erkrankt ist. Die übrigen Schwestern wohnten im Stammhaus, in dem es nur wenige Ansteckungen gegeben habe. Um weitere Übertragungen zu vermeiden, seien die gesunden Schwestern in ein Gästehaus des Klosters umgezogen. Das Kloster wurde der Generaloberin zufolge unter Quarantäne gestellt.

Die Anfänge des Klosters in Thuine reichen zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine junge Schwester kümmerte sich damals in der typhusverseuchten Region um Kranke und Waisenkinder. Heute betätigen sich die Thuiner Franziskanerinnen in zehn Ländern vor allem im Bildungs- und Sozialwesen. Die weltweit rund 1.300 Schwestern unterhalten Schulen, Internate und Krankenhäuser sowie Alten- und Behindertenheime.

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