Frauenkirchen-Vesper wird möglicherweise nach drinnen verlegt

Frauenkirchen-Vesper wird möglicherweise nach drinnen verlegt

Die traditionelle weihnachtliche Vesper der Stiftung Frauenkirche wird möglicherweise wegen der Corona-Pandemie erstmals seit 1993 nicht unter freiem Himmel stattfinden. "Derzeit laufen die Planungen für eine Innenveranstaltung in der Frauenkirche", sagte Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" (Freitag). Wegen der Corona-Hygieneauflagen müssten die Zugänge zum Platz vor der Kirche so kontrolliert werden, dass das Abstandsgebot eingehalten wird. Das sei auf dem Neumarkt aber kaum zu leisten.

Jährlich kommen zur traditionellen Dresdner Freiluft-Vesper am Vorabend des Weihnachtsfestes Tausende Besucherinnen und Besucher. 2019 waren es rund 18.000 Menschen. Erstmals wurde der besondere Gottesdienst 1993 noch während des Wiederaufbaus der Frauenkirche auf der Baustelle gefeiert. Die Stiftung Frauenkirche will am Dienstag über das diesjährige Corona-Konzept informieren. Auf jeden Fall soll die Vesper vom MDR übertragen werden.

Sachsens Landesregierung wollte am Freitagnachmittag neue Corona-Maßnahmen beschließen und der Öffentlichkeit vorstellen. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kündigte für Landkreise mit besonders hohen Infektionszahlen Ausgangsbeschränkungen und ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit sowie schärfere Kontaktbeschränkungen an. In Sachsen überschritten in dieser Woche 8 der insgesamt 13 Landkreise und kreisfreien Städte den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner je sieben Tage.

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