"Religions for Peace": Terrorgefahr mit Dialog entgegentreten

"Religions for Peace": Terrorgefahr mit Dialog entgegentreten

Der Dialog zwischen den Religionen ist einer internationalen religiösen Friedenskonferenz zufolge entscheidend, um Terroranschlägen entgegenzuwirken. Angesichts der islamistischen Anschläge in Wien und Nizza hob Azza Karam, Generalsekretärin von "Religions for Peace", zum Abschluss der viertägigen Konferenz am Freitag die Bedeutung von Frauen bei diesem Thema hervor: "Glaube ermöglicht das Suchen nach Gemeinsamkeiten - Frauen sollten verstärkt ihre Stimme erheben und hasserfüllten Reden sowie Handlungen, die auf Diskriminierung und Hass im Namen von Religion abzielen, entschieden entgegentreten", sagte sie. Multireligiöse weibliche Stimmen hätten eine neue, wichtige Wirkung in der Diplomatie, sie würden in der heutigen Welt dringend gebraucht.

Die viertägige Konferenz, die coronabedingt überwiegend virtuell stattfand, widmete sich speziell dem Thema "Frauen, Glaube und Diplomatie". Die Teilnahme an der Konferenz mit ihren zahlreichen Diskussionsrunden, Workshops und Vorträgen sei hoch gewesen, teilte "Religions for Peace" weiter mit. Mehr als 1.500 Menschen hätten sich täglich zu den Live-Streams zugeschaltet, Zehntausenden seien über die Sozialen Medien erreicht worden. Organisiert wurde die Tagung von einem Steuerungsteam in Lindau.

Vertreterinnen und Vertreter von Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam und anderer Religionen diskutierten den Angaben zufolge über neue, vor allem weibliche Formen der Politik- und Gesellschaftsgestaltung. Schwerpunkt waren neben dem Islamismus und religiös motivierten Terroranschlägen auch die Corona-Pandemie. Sharon Rosen, die im Council von "Religions for Peace" sitzt, appellierte an die Regierungen weltweit, den Dialog mit religiösen Organisationen zu suchen, um mehr Verständnis für Hygiene-Maßnahmen zu wecken und die Corona-Pandemie so besser unter Kontrolle zu bringen.

Die Konferenz mit ihren mehr als 600 Teilnehmern aus mehr als 60 Ländern wurde durchgeführt von der Stiftung Friedensdialog der Weltreligionen und Zivilgesellschaft (Ring for Peace) mit Sitz in Lindau. Sie wurde unterstützt und finanziert vom Auswärtigen Amt.

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