Hospizverband warnt vor Tod in Einsamkeit

Hospizverband warnt vor Tod in Einsamkeit

Der Deutsche Hospiz- und Palliativ-Verband hat angesichts steigender Infektionszahlen davor gewarnt, sterbende Menschen allein zu lassen. Die neuen Einschränkungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen dürften nicht dazu führen, dass Menschen wieder isoliert und einsam sterben, erklärte der Vorsitzende des Dachverbandes, Winfried Hardinghaus, am Freitag in Berlin.

Auch für die ambulanten Hospizdienste, die schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige häufig zu Hause besuchen, müsse nun gelten: "So viel Schutz wie nötig bei so viel Begleitung wie möglich für Menschen am Lebensende." Der Verband fordert deshalb auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ambulanten Hospizdiensten regelmäßige Schnelltests. Dies sei bislang in der Testverordnung nicht vorgesehen, kritisierte Hardinghaus.

Der Deutsche Hospiz- und Palliativ-Verband vertritt als Dachverband mehr als 1.250 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen.

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