Mehrere Tote bei Gewalt rund Wahlen in Guinea und der Elfenbeinküste

Mehrere Tote bei Gewalt rund Wahlen in Guinea und der Elfenbeinküste

Bei Ausschreitungen im Umfeld der Präsidentenwahlen in den westafrikanischen Ländern Guinea und Elfenbeinküste sind mehrere Menschen getötet worden. In der guineischen Hauptstadt Conakry habe es seit Montag neun Tote gegeben, teilte die Regierung am Mittwochabend mit. Die Opposition spricht laut dem französischen Radiosender RFI von mindestens 16 Toten seit der Wahl am Sonntag. In der Elfenbeinküste wurden im Vorfeld der für den 31. Oktober geplanten Wahl mindestens sieben Menschen getötet.

In Guinea und in der Elfenbeinküste protestiert die Opposition gegen die erneute Kandidatur der jeweiligen Amtsinhaber. In beiden Ländern beschränken die Verfassungen die Amtszeit des Präsidenten auf zwei Regierungsperioden. Trotzdem trat der guineische Präsident Alpha Condé bei der Wahl am Sonntag erneut an. Auch in der Elfenbeinküste stellt sich Amtsinhaber Alassane Ouattara erneut zur Wahl. Condé und Ouattara argumentieren, dass in ihren Ländern die Verfassung geändert wurde und damit die Zählung der Amtszeiten von vorne beginne.

Der guineische Oppositionsführer Cellou Dalein Diallo hatte sich am Montag zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Mit einem offiziellen Ergebnis wird erst in den kommenden Tagen gerechnet. Diallos Anhänger gingen auf die Straße und lieferten sich Zusammenstöße mit Sicherheitskräften. Auch in der Wirtschaftsmetropole Abidjan in der Elfenbeinküste kam es zu Gewalt zwischen vorwiegend jungen Oppositionsanhängern und der Polizei. Nach der Wahl 2010 waren in der Elfenbeinküste bei blutigen Auseinandersetzungen rund 3.000 Menschen getötet worden.

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