Kanzleramtsminister will Staatsakt für Corona-Opfer

Kanzleramtsminister will Staatsakt für Corona-Opfer

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat die Idee eines Staatsakts für Corona-Opfer am Ende der Pandemie bekräftigt. "Ich spreche mich dafür aus, einen Staatsakt für die Opfer abzuhalten, wenn die Corona-Pandemie im Wesentlichen besiegt ist", sagte Braun der "Rheinischen Post" (Samstag). Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte sich Anfang September positiv über ein staatliches Gedenken geäußert.

Braun sagte, die im Sommer verbreitete Botschaft, wonach Deutschland gut durch die Krise komme, hätten Angehörige, die einen Menschen an das Virus verloren, als extrem zynisch wahrnehmen müssen. "Ihnen sage ich, dass die Opfer dieser Pandemie unter keinen Umständen vergessen werden", betonte er. Zu gegebener Zeit solle mit einer Gedenkveranstaltung ein Zeichen für sie gesetzt werden.

Steinmeier hatte angekündigt, er werde mit Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht über eine mögliche offizielle Trauer-Veranstaltung für die Corona-Opfer sprechen. Auch die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland wollen sich ein einer möglichen Trauerfeier beteiligen.

Kanzleramtsminister Braun hatte sich schon Ende Juli für einen solchen Staatsakt ausgesprochen. In anderen europäischen Ländern gab es bereits ähnliche Gedenkstunden, Mitte Juli etwa erinnerte Spanien an seine Corona-Toten in einem Staatsakt.

epd hei

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