"Liebe Grüße aus dem Eis" für "Fridays for Future"

"Liebe Grüße aus dem Eis" für "Fridays for Future"

Wissenschaftler der deutschen Neumayer-Forschungsstation in der Antarktis haben den Teilnehmern der "Fridays for Future"-Demonstrationen am Freitag "liebe Grüße aus dem Eis" geschickt. Per Audio-Botschaft berichteten sie in Bremen von dramatischen Klimaveränderungen, die "sehr deutlich" zu spüren seien, vor allem auf der westantarktischen Halbinsel. So steige durch die Gletscherschmelze der Meeresspiegel. Außerdem hätten die Temperaturen in den vergangenen Jahrzehnten massiv zugenommen. Zuletzt habe es im Februar Rekordwerte gegeben.

Die Klima-Proteste seien wichtig, auch in Corona-Zeiten, betonten die Forscher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institutes und ergänzten mit Blick auf den Klimaschutz: "Wir wünschen euch und uns, dass unser Anliegen gehört wird."

Die Neumayer-Station ist die Basis der deutschen Antarktisforschung. Die Wissenschaftler dort müssen rund zwei Monate im Jahr ohne Sonnenlicht auskommen und leben acht Monate isoliert in einer Umgebung aus Schnee und Eis, mit Durchschnittstemperaturen unter minus 30 Grad Celsius. Benannt ist die Station nach dem bayerisch-pfälzischen Wissenschaftler Georg von Neumayer (1826-1909), der großes Interesse an der Südpolarforschung hatte.

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