Klimaproteste in Berlin mit mehreren tausend Menschen

Klimaproteste in Berlin mit mehreren tausend Menschen

Am sechsten globalen Klimastreik haben sich am Freitag in Berlin mehrere tausend vor allem junge Menschen beteiligt. Unter dem Motto "#Kein Grad weiter!" zogen verschiedene Demonstrationszüge, darunter auch Fahrradfahrer, durch das Regierungsviertel. Auch an einem Sitzstreik am Brandenburger Tor beteiligten sich trotz Regenwetter zahlreiche Jugendliche. Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf sagte bei der Kundgebung am Brandenburger Tor, er sei "überwältigt, wie viele gekommen sind".

Die Coronakrise sei sehr groß, sagte der Leiter der Abteilung für Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Die Klimakrise sei jedoch um ein Vielfaches dramatischer, betonte Rahmstorf. Sie werde die Erde noch über Jahrhunderte und Jahrtausende belasten. Selbst wenn der Kohlendioxidausstoß auf null reduziert werden könne, werde die nächste in rund 50.000 Jahren fällige Eiszeit ausfallen, weil selbst dann noch zu viel CO2 in der Atmosphäre sei.

Es gebe jedoch auch gute Nachrichten, betonte Rahmstorf, der sich bei "Scientists for Future" engagiert. Vor fünf Jahren hätten Umweltverbände ein Positionspapier mit Forderungen zur Eindämmung der Erderwärmung vorgelegt. Heute würden solche Vorschläge von der EU-Kommissionspräsidentin aufgegriffen. Dies sei zwar nicht ausreichend, aber ein "sehr großer Fortschritt", sagte Rahmstorf: "Diesen Fortschritt haben wir zum großen Teil 'Fridays for Future'" zu verdanken."

Mit dem Aktionstag am Freitag sollte der öffentliche Druck für den Klimaschutz wieder verstärkt werden. Allein in Deutschland waren an mindestens 400 Orten Aktionen angekündigt.

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