Corona-Ausbruch in freikirchlicher Gemeinde

Corona-Ausbruch in freikirchlicher Gemeinde

In der freikirchlichen Christengemeinde in Westertimke bei Bremen gibt es einen größeren Corona-Ausbruch. Bisher sind in der Gemeinde und im Umfeld nach Angaben des Landkreises Rotenburg 26 Infektionen registriert worden. Der Ausbruch wird mit einem Gottesdienst, in dem gesungen wurde, in Verbindung gebracht. Bis auf weiteres seien der Gemeinde alle Zusammenkünfte untersagt, hieß es. Ein Sprecher der Christengemeinde sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag, es sei schwierig, auf Anhieb die Ursache der Infektionen herauszufinden.

Von dem Ausbruch sind nach Angaben des Landkreises auch drei Kindergärten und vier Schulen betroffen. Die Mitschüler in den entsprechenden Klassen stünden unter Quarantäne.

Behauptungen, die Gemeinde habe kein Hygienekonzept gehabt und wolle nicht mit dem Gesundheitsamt zusammenarbeiten, wies der stellvertretende Vorsitzende der Gemeinde, Robert Gaydacz, als Verleumdung zurück. "Das entbehrt jeder Grundlage." Die Gottesdienste wurden laut Gaydacz zuletzt auf einem ehemaligen Bundeswehr-Gelände in zwei großen Räumen mit dem gebotenen Abstand zwischen den Besuchern gefeiert.

Gaydacz sagte dem epd, im Gottesdienst sei offen gesungen worden, so wie vor der Corona-Zeit. Zur Gemeinde gehören nach seinen Angaben zwischen 80 und 100 Mitglieder, etwa 60 haben nach seiner Schätzung am letzten Gottesdienst vor dem Corona-Ausbruch teilgenommen.

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