"Maria 2.0" will bei Herbstvollversammlung demonstrieren

"Maria 2.0" will bei Herbstvollversammlung demonstrieren

Katholische Frauen der Bewegung "Maria 2.0" wollen zum Abschluss der Herbstvollversammlung der katholischen Bischöfe demonstrieren. "Maria 2.0" will für gleiche Rechte und gleiche Würde in der Kirche von Frauen unter dem Motto "Exodus - wir befreien uns" eintreten. "Wir sind es leid, immer als Bittstellerinnen auftreten zu müssen", sagte Marieluise Labrie von "Maria 2.0" am Donnerstag in Kassel. Das jährliche Zusammentreffen der katholische Deutschen Bischofskonferenz im Herbst in Fulda endet am 24. September. Die Demonstration, zu der zwischen 150 und 200 Teilnehmerinnen erwartet werden, soll um 15 Uhr am Dom starten.

Noch sei dieser Auszug aus der Kirche nur symbolisch, ergänzte die Kasseler Pastoralreferentin Beatrix Ahr. Es gebe aber schon jetzt einen leisen Auszug von jungen Frauen aus der katholischen Kirche. Ziel von "Maria 2.0" sei es unter anderem, Frauen Zugang zu Weiheämtern und Führungspositionen zu verschaffen. "Wir haben unsere Würde von Gott, deshalb müssen wir auch gleiche Rechte in unserer Kirche haben", ergänzte Labrie.

Die Demonstration werde mit einer Frauenliturgie und einem sogenannten Donnerstagsgebet, in dem um Gleichstellung der Geschlechter gebetet wird, gegen 17 Uhr enden, sagte Mitinitiatorin Annemarie Pietsch-Mainz. Als Zeichen der Verbundenheit seien alle Frauen aufgerufen, einen weißen Schal oder ein weißes Tuch zu tragen. Mit Trommeln, Rasseln und anderen Instrumenten wollten sie sich lautstark bemerkbar machen. Zu der Kundgebung seien auch alle 69 Bischöfe der Konferenz eingeladen worden.

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