Missio alarmiert wegen Hexenwahn und Folter weltweit

Missio alarmiert wegen Hexenwahn und Folter weltweit

Das katholische Hilfswerk Missio äußert sich alarmiert wegen wachsender Zahlen von Gewalt und Folter im Zusammenhang mit Hexenglauben. In mindestens 36 Ländern der Welt würden Menschen als vermeintliche Hexen beschuldigt, verfolgt und in vielen Fällen getötet, erklärte Missio-Präsident Dirk Bingener in Aachen. In einer am Montag vorgelegten Studie des Steyler Missionspriesters Philip Gibbs steht der Fall von Christina aus dem Jahr 2012 im Mittelpunkt, die in den Southern Highlands von Papua-Neuguinea als vermeintliche Hexe beschuldigt und über Tage gefoltert wurde.

Das Hilfswerk Missio, das mit der Einführung eines internationalen Tags gegen Hexenwahn am 10. August eine stärkere globale Aufmerksamkeit auf das Thema erreichen will, fordert auch eine stärkere Beachtung des Phänomens in der Menschenrechts- und Entwicklungszusammenarbeit. Der Glaube an Zauberei und Hexerei lebe derzeit in vielen Ländern wieder auf, hieß es. In Papua-Neuguinea habe Gewalt im Zusammenhang mit diesen Vorstellungen in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

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