Theologe: Friedensfest muss "Früchte der Versöhnung" tragen

Theologe: Friedensfest muss "Früchte der Versöhnung" tragen

Augsburg (epd). Im ökumenischen Gottesdienst zum Augsburger Friedensfest hat der evangelische Theologe Michael Martin zu einem friedlichen Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Religionen aufgerufen. Die Versöhnung unter den christlichen Konfessionen sei schon weit vorangekommen, jetzt müsse es auch zu Versöhnungsprozessen mit den Menschen mit Migrationshintergrund kommen, sagte der Oberkirchenrat am Samstag in seiner Predigt. Dafür könne die "Friedensstadt Augsburg", in der ein Drittel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund habe, zum Vorbild werden.

Das "Friedensfest" dürfe daher nicht nur ein Ritual bleiben, sondern müsse Folgen haben und "Früchte der Versöhnung" tragen, sagte Martin. Bei dem Aufbau eines friedvollen Gemeinwesens sollten die verschiedenen Kompetenzen und Erfahrungen der Menschen positiv genutzt werden.

Das Augsburger "Hohe Friedensfest" ist ein gesetzlicher Extra-Feiertag für den Frieden, der wohl einmalig ist. Erstmals feierten 1650 die Evangelischen der Stadt das Friedensfest zum Dank an den Westfälischen Frieden von 1648, der ihnen wieder ihre politischen und religiösen Rechte gab. Seit 1985 begehen die beiden großen christlichen Konfessionen den Tag ökumenisch.

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