Proteste gegen Braunkohletagebau Garzweiler gehen weiter

Proteste gegen Braunkohletagebau Garzweiler gehen weiter

Die Proteste gegen den Braunkohletagebau Garzweiler dauern an. Am Samstag hätten Aktivistinnen und Aktivisten der Klimabewegung "Ende Gelände" an der bereits teilweise abgerissenen Landstaße 277 demonstriert, erklärte die Gruppe. Zudem habe eine Gruppe von "Fridays for Future" zeitweise den Grubenrand beim Tagebau Garzweiler besetzt. An der Grenze zum Gefahrenbereich seien sie gestoppt und festgehalten worden, sagte eine Sprecherin der Polizei Aachen dem Evangelischen Pressedienst (epd). Eine Person sei wegen Widerstands in Gewahrsam genommen worden. Bis zu 150 Protestler seien seit der Nacht auf der Straße gewesen, der Zug Richtung Tagebau habe aus etwa 60 Menschen bestanden.

Seit Anfang der Woche wird die L 277 zwischen den beiden von der Abbaggerung betroffenen Dörfern Lützerath und Keyenberg abgerissen. Dagegen gibt es seit Tagen Proteste, Blockaden und Mahnwachen. Die Klimabewegungen kündigten weitere Proteste an. Die Aktivistinnen und Aktivisten würden in den kommenden Wochen "solidarisch an der Seite der Menschen vor Ort stehen, um für den Erhalt der Dörfer und den sofortigen Kohlausstieg zu kämpfen", sagte Zade Abdullah, Sprecherin von "Einsatz Kohlestopp".

Garzweiler II gehört zu den Abbaugebieten des Rheinischen Braunkohlereviers. Die Kohle liegt etwa 200 Meter tief. Ursprünglich war ein Betrieb bis 2045 geplant. Inzwischen hat der Bund allerdings den Kohleausstieg bis spätestens 2038 beschlossen. Die verbleibenden sechs Dörfer Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich, Berverath und Lützerath sollen noch im Laufe der kommenden Jahre abgebaggert und die Bewohner umgesiedelt werden. Umweltschützer und Braunkohlegegner, darunter die Initiativen "Die Kirche(n) im Dorf lassen" und "Alle Dörfer bleiben", setzen sich für den Erhalt der Ortschaften ein.

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