Deutsche Auslandsbischöfin besorgt über Rassismus in den USA

Deutsche Auslandsbischöfin besorgt über Rassismus in den USA

Die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bosse-Huber, äußert sich besorgt über Rassismus und Gewalt in den USA. "Tiefverwurzelter Rassismus" durchdringe die US-Gesellschaft und auch die Kirchen, schreibt Bosse-Huber in einem am Freitag versendeten Solidaritätsschreiben an die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika (ELCA). "Mit Besorgnis sehen wir auch, wie Gewalt Gegengewalt provoziert", heißt es in dem Brief.

In einem weiteren Schreiben an die United Church of Christ (UCC) rief Bosse-Huber zu friedlichen Lösungen auf. "Wir möchten Sie wissen lassen, dass wir in Ihrem Einsatz für die 'Black Lives Matter-Bewegung' an Ihrer Seite sind", schreibt die Auslandsbischöfin. Die ELCA und die UCC sind Partnerkirchen der EKD.

Heftige Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ziehen sich durch die USA seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd am 25. Mai. Floyd war nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis gestorben. Ein Polizist hatte ihm minutenlang sein Knie auf den Nacken gedrückt. Seither kam es neben den friedlichen Protesten auch zu Ausschreitungen in zahlreichen US-Städten.

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