Hildesheimer Bischof Wilmer wünscht sich "spirituelle Revolution"

Hildesheimer Bischof Wilmer wünscht sich "spirituelle Revolution"

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer wünscht sich eine "spirituelle Revolution" als Reaktion auf die Corona-Krise. Erst wenn "wir uns eingestehen, wie radikal sich die Welt verändert hat, werden wir eine radikale Veränderung unserer Kirche wagen", heißt es in einem Beitrag Wilmers in der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit". Europa verändere sich in Glaubensfragen so dramatisch wie vielleicht seit tausend Jahren nicht mehr. "Wir stehen an einer Zeitenwende", erklärte Wilmer.

Die Corona-Epidemie sei eine Herausforderung für die Kirchen, fügte Wilmer hinzu: "Was ist eure Relevanz, ihr Kirchen? Was ist deine Relevanz als Bischof? Wozu braucht man uns Christen überhaupt?" Die Kirchen müssten den Menschen "erklären, warum es sich lohnt, sich noch mit der Bibel, mit Jesus zu beschäftigen". Und weiter betonte der Bischof: "Wenn wir solche Fragen nicht zulassen, lohnt alle Reform nicht."

Mit Blick auf die Corona-Pandemie beklagte Wilmer zudem, dass Menschen allein, isoliert sogar von Ehepartnern, sterben mussten. "Viele Menschen haben unter der Einsamkeit gelitten und tun es noch immer, sie sind daran krank geworden." Es gebe ganz unterschiedliche Opfer der Pandemie. "Wir werden noch viele davon kennenlernen", so der Bischof und frühere Ordensgeistliche.

Meldungen

Top Meldung
Bundeswehr-Soldaten in Koblenz
Die evangelische Friedensarbeit hat in der Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht zu Besonnenheit aufgerufen.