Vollversammlung des Weltkirchenrats 2021 wird offenbar vertagt

Vollversammlung des Weltkirchenrats 2021 wird offenbar vertagt

Die Vollversammlung des Weltkirchenrats 2021 in Karlsruhe soll offenbar verschoben werden. Wie der epd aus Kirchenkreisen erfuhr, wird sich der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) in dieser Woche treffen und eine Verschiebung bekanntgeben. Zu der Veranstaltung im September nächsten Jahres waren rund 4.000 ökumenische Gäste aus aller Welt erwartet worden. Über einen möglichen Zusammenhang der Überlegungen zur Verschiebung der ÖRK-Vollversammlung mit der Corona-Pandemie wurde zunächst nichts bekannt.

Zu einer möglichen Verschiebung äußerte sich der Leiter des Karlsruher Koordinierungsbüros der Vollversammlung des ÖRK, Marc Witzenbacher, auf Anfrage nicht. Er bestätigte lediglich, dass sich der Exekutivausschuss des ÖRK in dieser Woche beraten und entscheiden werde, "wie es mit den Planungen der Vollversammlung weitergeht".

Im Ökumenischen Rat der Kirchen sind 350 Kirchen mit rund 560 Millionen Gläubigen zusammengeschlossen. Ihm gehören protestantische, anglikanische, orthodoxe und altkatholische Kirchen sowie Freikirchen an. Die römisch-katholische Kirche ist nicht Mitglied, arbeitet jedoch seit Ende der 1960er Jahre in wichtigen Gremien mit. Weiter sollten Vertreter von Muslimen, Hindus, Buddhisten und anderer Religionen an der Vollversammlung mitwirken.

Die Vollversammlung ist das höchste Beschlussgremium des Dachverbandes und tritt etwa alle acht Jahre zusammen, zuletzt 2013 im südkoreanischen Busan. In Europa tagte die ÖRK-Vollversammlung letztmals 1968 im schwedischen Uppsala.