Ökumenischer Kirchentag 2021 soll wie geplant stattfinden

 Leitwort des ÖKT "schaut hin"

© epd-bild/OeKT

Der 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) im Mai 2021 in Frankfurt am Main soll wie geplant stattfinden. Das neue Kampagnenmotiv wurde vor der Berliner Agentur "part" entworfen. Im Mittelpunkt der Grafik steht das Leitwort des ÖKT "schaut hin" (Markus 6,38), das bewusst unscharf gestaltet wurde.

Ökumenischer Kirchentag 2021 soll wie geplant stattfinden
Die Veranstalter des Ökumenischen Kirchentages 2021 sind zuversichtlich, dass Großveranstaltungen im Mai kommenden Jahres wieder möglich sind. Unter dem Leitwort "schaut hin" sollen sich bis zu 100.000 Gläubige in Frankfurt am Main versammeln. Natürlich werde sich die Coronakrise auch im Programm niederschlagen.

Die Veranstalter des Ökumenischen Kirchentags (ÖKT) sind trotz der Corona-Pandemie zuversichtlich, dass im Mai 2021 wie geplant bis zu 100.000 Gläubige in Frankfurt am Main zusammenkommen können. "Wir gehen davon aus, dass im nächsten Jahr wieder analoge Großveranstaltungen möglich sein werden", sagte der katholische Präsident des Kirchentages, Thomas Sternberg, bei einer Online-Pressekonferenz zur Vorstellung des Kampagnenmotivs.

Selbstverständlich werde sich die Corona-Pandemie auch im Programm niederschlagen, sagte Sternberg, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ist. Es ergäben sich neue, grundsätzliche Fragen, etwa "Wie weit lassen sich Menschen in ihrer individuellen Freiheit einschränken, um das Leben Einzelner oder von Risikogruppen zu schützen? Wie können wir in der Krise von Gottvertrauen sprechen? Wie sind die Demokratien auf solche Katastrophen vorbereitet?" Die Zurückhaltung der Hilfe für die Flüchtlingslager und der Rückfall in nationale Kategorien seien keine guten Zeichen, sagte er.

Irritation erwünscht

Im Mittelpunkt des Kampagnenmotivs, das von einer Berliner Agentur entworfen wurde, steht das Leitwort "schaut hin", das bewusst unscharf gestaltet wurde. "Das Motiv ist ein echter Hingucker", sagte die evangelische ÖKT-Präsidentin Bettina Limperg, die Präsidentin des Bundesgerichtshofs ist. "Es irritiert. Wer hinschaut, schaut zweimal hin und versucht automatisch, scharf zu stellen. Schauen wird direkt zum Tun", sagte sie.

Auch den leitenden Geistlichen der zwei einladenden Kirchen gefällt die Kampagne. "Sie ist fröhlich, hintersinnig und sie lenkt den Blick aufs Wesentliche", sagte der katholische Limburger Bischof Georg Bätzing, der gleichzeitig seit März auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist. Der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, sagte, das Motiv passe gut zum ÖKT und zu Frankfurt: "Hinschauen. Stutzig werden. Wieder hinschauen und dann nachdenken, was das soll." Es gehe darum, ganz auf die Herausforderungen der Zeit zu blicken und darauf, was die Menschen hier und überall auf der Welt bewege. "Und dann heißt es, nachdenken, miteinander reden und gemeinsam handeln", sagte er.

Der Ökumenische Kirchentag findet vom 12. bis 16. Mai 2021 statt. Er wird veranstaltet vom Deutschen Evangelischen Kirchentag und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Nach 2003 in Berlin und 2010 in München findet der Ökumenische Kirchentag 2021 zum dritten Mal statt.

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