Bistum Mainz ordnet wegen Corona-Krise Haushaltssperre an

Bistum Mainz ordnet wegen Corona-Krise Haushaltssperre an

Im katholischen Bistum Mainz gilt wegen der Corona-Krise und ihrer absehbaren wirtschaftlichen Folgen ab 20. April eine Haushaltssperre. Größere Ausgaben aller Einrichtungen des Bistums sollen dann auf den Prüfstand gestellt werden, teilte das Bistum am Dienstag mit. Stellenausschreibungen würden bis auf weiteres ausgesetzt. Ausnahmen seien nur mit schriftlicher Genehmigung des Generalvikars möglich. Auch Zuschüsse zu Baumaßnahmen von Kirchengemeinden würden noch restriktiver gehandhabt als in der Vergangenheit.

Lohn-, Gehalts- und Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Zahlungen, zu denen das Bistum vertraglich verpflichtet ist, seien von der Haushaltssperre ausgenommen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kirchenfinanzen seien derzeit noch nicht in vollem Umfang absehbar. Das Bistum Mainz erwartet allerdings einen massiven Rückgang bei den Kirchensteuereinnahmen. Außerdem gibt es Verluste durch die geschlossenen kirchlichen Tagungshäuser und abgesagte Veranstaltungen sowie Ausfälle bei Kollekten und Mieteinnahmen. Auch der Wegfall von Elternbeiträgen für katholische Kindergärten und Schulen schlägt zubuche.

Auch andere katholische Bistümer und evangelische Landeskirchen rechnen mit drastischen finanziellen Auswirkungen der aktuellen Krise. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau teilte dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit, so weitreichende Maßnahmen wie beim katholischen Bistum Mainz würden derzeit noch nicht ins Auge gefasst. Innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) rechne man mit einem Rückgang der Kirchensteuereinnahmen von zehn bis 15 Prozent, sagte der rheinische Präses Manfred Rekowski dem epd am Dienstag.

epd lmw hei

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