Müller kritisiert Kriegsrhetorik in Corona-Krise

Müller kritisiert Kriegsrhetorik in Corona-Krise

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) beklagt eine Kriegsrhetorik von Politikern in der Corona-Krise. "Wir müssen stets auf die Signale achten, die wir geben", sagte er am Donnerstag in einer Regierungserklärung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus. Eine Krise brauche "Haltung, Respekt und Zuversicht". Sie brauche keine Kriegsrhetorik. Ihn beunruhige, dass von einigen Regierungschefs immer öfter ein drastisches Kriegsvokabular eingesetzt werde. Das sei "leichtfertig, gefährlich und verantwortungslos", kritisierte Müller.

Wer jetzt metaphorisch über einen Kriegszustand und den Einsatz schwerer Waffen rede, müsse sich nicht wundern, wenn er zusätzlich und unnötig Ängste schüre, sagte der Regierende Bürgermeister: "Wir brauchen in diesen Zeiten nicht mehr, sondern weniger Ängste. Ich bin froh, dass unsere Bundeskanzlerin und ihr Kabinett jetzt mit uns gemeinsam den richtigen Ton aus Ruhe und Tatkraft trifft."

Meldungen

Top Meldung
 Das deutsche Rettungsschiff "Sea-Watch 4" im Hafen von Palermo.
Zum wiederholten Mal sitzt ein Seenotrettungsschiff in Italien fest: Die deutsche "Sea-Watch 4" darf Palermo nicht verlassen, nachdem Inspektoren Sicherheitsmängel moniert haben. Die EKD kritisierte die Maßnahme als "humanitäres Armutszeugnis".