WHO gibt noch keine Ebola-Entwarnung im Kongo

WHO gibt noch keine Ebola-Entwarnung im Kongo

Die Weltgesundheitsorganisation will noch keine Entwarnung in der Ebola-Krise im Nordosten des Kongos geben. Nachdem der vorerst letzte Ebola-Patient geheilt entlassen worden war bestehe weiter das Risiko eines Wiederaufflammens der tödlichen Epidemie, betonte der beigeordnete WHO-Generaldirektor für Notlagen, Ibrahima-Soce Fall, am Freitag in Genf.

Als Gefahren nannte Fall Ansteckungen durch gebrauchte Spritzen und andere Instrumente, das Vorkommen des Erregers im Tierreich und die anhaltende Gewalt in dem Gebiet. Seit dem Ausbruch der Tropenkrankheit im August 2018 seien in der Region 420 Angriffe auf Gesundheitspersonal zu verzeichnen gewesen.

Falls keine neue Ebola-Infektion mehr auftrete, könne der Ausbruch am 12. April offiziell als beendet erklärt werden. Bislang infizierten sich mehr als 3.440 Menschen mit dem Erreger, mehr als 2.260 von ihnen starben. Nach den WHO-Regeln ist die Ebola-Epidemie vorbei, wenn 42 Tage nachdem der letzte Patient negativ getestet wurde kein neuer Fall mehr auftritt. Die 42 Tage entsprechen der doppelten Inkubationszeit. Der vorläufig letzte Ebola-Patient wurde diese Woche aus einem Behandlungszentrum in der Stadt Beni entlassen.

Im Kongo gibt es immer wieder Ebola-Ausbrüche. In den jetzt betroffenen Provinzen Nordkivu und Ituri bekriegen sich mehrere Milizen. Ebola ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die häufig tödlich verläuft. Das Virus wurde 1976 zeitgleich auf dem Gebiet des heutigen Kongo und im Sudan entdeckt. Die bislang schwerste Ebola-Epidemie trat 2014 bis 2016 in Westafrika auf. Mehr als 28.000 Menschen erkrankten, etwa 11.300 von ihnen starben.

Meldungen

Top Meldung
Annette Kurschus, Präses der evangelischen Kirche in Westfalen zum Thema Singen in Gottesdiensten in Corona-Zeiten.
Wegen der Corona-Pandemie sollte in Gottesdiensten derzeit auf das Singen verzichtet werden. Dass das schmerzt, versteht die westfälische Präses Annette Kurschus nur zu gut. Denn Singen und Beten hingen eng miteinander zusammen.