Ministerpräsident Bouffier "sprachlos, traurig und zornig"

Ministerpräsident Bouffier "sprachlos, traurig und zornig"

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich am Donnerstag ein eigenes Bild von der Lage in Hanau nach dem Terroranschlag vom Vorabend gemacht. Er sei in der Stadt, um den Angehörigen Solidarität zu zeigen. "Das macht sprachlos, das macht traurig und zornig zugleich", sagte er.

Angesichts des fremdenfeindlichen Hintergrunds der Tat, die einschließlich des mutmaßlichen Mörders elf Menschen das Leben kostete, verstehe er, dass Menschen mit Migrationshintergrund nun Angst hätten. Zugleich versicherte Bouffier: "In unserem Land ist jeder willkommen, egal wo er herkommt und wie er aussieht."

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sprach von der "schwersten Stunde, die unsere Stadt in Friedenszeiten je erlebt hat". Er erinnerte an das "gewachsene Miteinander" von Menschen aus verschiedenen Kulturen in Hanau. Dies sei "eine gute Tradition in unserer Stadt seit Jahrhunderten". Es sei ein "wichtiges Signal, dass wir jetzt alle zusammenstehen", sagte Kaminsky. Die aktuelle Fastnachtskampagne in Hanau erklärte das Stadtoberhaupt für beendet - "was denn sonst?".